Jahrgang 2015

Die neuen 2017 sind da!!!

Endlich ist es mal wieder so weit. Die voller sehnsucht erwarteten 2017 ner Weine sind nun abgefüllt.

Wir freuen uns daher Euch mitteilen zu können, dass Ihr all die neuen Schmankerl des Weinjahrgangs 2017 ab sofort bei uns probieren könnt:

 

Wir freuen uns auf Euch!

Martin & Daniel

Das Delizia – the winery Sortiment / Autochthoner Wein (Teil 2)

Ribolla Nera

Der Schioppettino

Der Schioppettino auch Ribolla Nera genannt, hat keinen Vergleich unter den Rotweinen der Region Friuli. Das unverwechselbare Aroma von Beeren und der würzigen Note von Pfeffer vermischt sich zu einem vollen und eleganten Wein. In Holzfässern gefreit, hat er eine sehr gute Struktur mit einem komplexen aromatischen Stempel. Abgesehen von seinen überzeugenden Geschmacksnoten weiß er auch mit seiner Rubinroten bis hin zu Violett schimmernden Nuancen zu überzeugen.

Historisch betrachtet gab es erste urkundliche Erwähnungen im Jahre 1282 in der Region Prepotto und kann somit als autochtone Traube der Friulaner gelten.

Die Vereinigung der Hersteller des Schioppettino di Prepotto hat sich verpflichtet, die typischen Charaktereigenschaften und die Wahrung der Qualität dieser Weinrebe zu gewährleisten. Mit strengen Auflagen und bestimmter Regelungen wurde die Bezeichnung „Schioppettino di Prepotto“ festgelegt. Diese Unterzone mit den neuen Regelungen (seit 2008), erstreckt sich im Tal des Flusses Judrio von Prepotto bis Albania und hat mit seinen mirkroklimatischen Eigenschaften zum Erhalt dieser krankheitsanfälligen Traube ausschlaggebend beigetragen. Der Schioppettino di Prepotto darf nicht vor dem September des zweiten Jahres nach der Weinlese (diese muss per Hand geschehen) in den Handel kommen. Eine Riserva Bezeichnung darf der Wein erst erhalten im September des vierten Jahres nach der Weinlese.

Nichtsdestotrotz wird auch außerhalb Prepotto diese Weinrebe kultiviert und überrascht mit einer großen Bandbreite für alle Weingenießer. In dem Sortiment von Delizia-the winery finden Sie das komplette Spektrum von einem rotem Süßwein, dem Schioppettino Passito, einem lieblichen Schioppettino (Amabile) über einen klassisch im Eisenfass gelagerten Schioppettino bis hin zu dem Schioppettino di Prepotto der mindestens zwei Jahre im Holzfass reift. Grundsätzlich kann man jeder Art von Schioppettino erst mal genügend Zeit einräumen zum Atmen geben. Die klassischen Rotweine offenbaren ihre Geschmacksvielfalt auf Zimmertemperatur 16-20 °C und die süßeren Vertreter können sich am besten bei 10-14 °C entfalten. Zum Essen ist er ein Begleiter Kategorie „Alleskönner“. Ob ein leichter Schioppettino zur Vorspeise mit Schinken und Käse oder als trockener Rotwein zu Rotwild oder Rinderbraten, sogar als genialer Dialogpartner zu Süßspeisen wie den Gubana, kann der Passito oder Amabile dienen.

 

Bild Traube Refosco

Das Delizia – the winery Sortiment / Autochthoner Wein (Teil 1)

Die Familie der Refosco – Traube (lat.: Racimulus Fuscus)

Man weiß, dass seit 1402, besonders in der venezianischen Republik, der Wein für Festivitäten des Papstes oder großen Herrschern ausgeschenkt wurde. Die Tropfen waren zum Einen der Refosco von Albana di Prepotto oder aus dem alten Patriarchat von Aquileia. Die besten Weine der Rebsorte Refosco entstehen in Colli Orientali Del Friuli, auf den Terra Rossa Böden in Istirien, sowie im italienisch-slowenischen Karst. Schon im Jahre 1823 wurden 5 verschiedene Refoscosorten festgehalten: Refosco, Refoscone, Refoschino, süßer Refosco und weißer Refosco. Und im Jahre 1863 waren es schon acht verschiedene Typen der Refoscofamilie. Doch seit 1994 gibt es nur noch vier, davon wollen wir drei hier genauer vorstellen:

  • Refosco di Faedis

Faedis ist ein Dorf, im Zentrum Friauls, das am Fuße der Ausläufer julischer Alpen liegt. Die dort gefundenen Mutter-Trauben des Refosco di Faedis sind ursprünglich in einem Gebiet gewachsen, das keine optimalen Bedingungen für den Weinbau gewährleisteten. Die unterschiedlichen Sonnenstunden in den Weinbergen, die extremen Witterungsumschläge (Einfluss von Bergen und Meer) sowie Bodenbeschaffenheit (Ponca und Ton) machen es schwer für die Trauben die notwendigen Nährstoffe zu beziehen. Aber genau solche Umstände machen diesen Wein zu einem Spiegelbild des lokalen Geländes. Er ist in seiner Farbe rubinrot mit leichten violetten Reflexen und duftet nach Feilchen, Heckenrose bis hin zur Brombeere und Waldfrüchten. Dieser Refosco besitzt ebenfalls eine große Bandbreite in der Verarbeitung. Von jungen Weinen bis hin zu gelagerten Weinen, er kann einfach alles. In der Tat können sie hohe Fruchtnoten beinhalten und durch die bestimmten Aromakonstellationen begünstigt, entstehen spezielle Nuancen und hohe Tanninanteile.

Er ist trocken und zugleich frisch, welches eine interessante Unausgeglichenheit zeigt, die als Spiegelbild der Boden- und Klimaverhältnisse gesehen werden kann.

  • Refosco dal Peduncolo Rosso

Der Name ist Programm, Refosco mit dem roten Stiel. Ebenfalls autochthon im Gebiet des Friauls wurde sie auch gerne mal verwechselt mit den anderen vorgestellten Arten der Rebe Refosco. Am bekanntesten und auch bei den Winzern zu meist kultiviert ist die Variante mit dem roten Stiel. Besonders im Carso, Aquileia und im Colli Orientali Del Friuli werden mit dieser Traube verschiedenste Rotweine kreiert wie z.B. fruchtige und leichte Vertreter sowie im Holzfass ausgebaute Tropfen die bis zu 36 Monate im Eichenholzfass liegen und erst nach 12 Monaten Lager Zeit in der Flaschen verkauft werden. Die Sorte an und für sich ist granatfarben mit einem hohen fruchtigen Säureanteil welche die verschiedenen Kelterverfahren zulässt. Besonders im Holzfass gelagert entwickelte er sich zu einem tanninreichen Wein und behält im Bouquet die süße Note von Brombeere und Heidelbeere.

Diese Traube ist mittlerweile nicht nur in Friuli Venzia Giulia, Slowenien (Teran, Refosk) zu finden sondern auch in verschiedensten Ländern eingeführt worden wie Australien und USA. Im Gegensatz zu den verschiedenen Refoscotrauben überzeugt er eher als ausgeglichener Vertreter und ist mit seiner qualitativen hochwertigen Kreationen der Beliebteste. In dem Sortiment von Delizia-the winery finden sie die leichteren Vertreter sowie den gereiften Rotwein.

  • Terrano (Bezeichnung der Rebsorte im Carso)

Dieser Rotwein ist so alt und tief verwurzelt in der Karstgegend, dass schon in Schriften aus der Römerzeit die Qualitäten eines exzellenten Weines beschrieben werden. Diese Traubensorte wurde seither nur im Karstgebiet der julischen Alpen entdeckt und auch angebaut. Die Region direkt um Triest, mit ihren steilen Felshängen, wenig Erde und viel Wind (Bora), kultiviert nur limitiert diese Traube an ihren Rebstöcken. An den sonnigen, terrassenartig angelegten Hängen begrenzt durch Steinmauern, werden die Weinreben liebevoll per Hand gepflegt und erhalten. Dank des gegenwärtigen Weinanbaus wird die traditionelle Art und Weise berücksichtigt, welche seit Jahrhunderten ausgezeichnete Weine hervorbringen. Der Terrano oder einheimisch Teran ist ein Refosco oder zumindest ein naher Verwandter. Dieser Rotwein hat eine intensive rote Farbe, ein charakteristisches Bukett nach Himbeere und schmeckt angenehm säuerlich nach schwarzer Johannisbeere. Man sagt er habe diesen charakteristischen Geschmack durch die rote, lehmhaltige Erde des Karsts. Aus ihm wird zumeist ein junger Wein gemacht, da er durch seine Frische der mediterranen Sommersonne gut entgegensteht. Gut gekeltert ist dieser Wein optimal für experimentierfreudige Liebhaber welche der riesigen Bandbreite der Weinkultur keine Grenzen setzen wollen. Einfach „un spettacolo“!